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So. Das war’s. Danke, dass ihr alle mitgemacht habt. Trotz der Hitze, war es uns eine Freude, Berlin abzulaufen und überall eure Kunst zu sehen. Es tut uns leid für alle, deren Plakate wir nicht gefunden haben, aber seid gewiss, wir sind euch unendlich dankbar. Falls es etwas Neues gibt, erfahrt ihr es hier. Danke! 

Wir müssen uns für die missverständliche Angabe der Dauer auf der Webseite entschuldigen. Wir haben es schlichtweg verpasst, die Terminverschiebungen überall anzupassen. Du bist am Zug war eine Menge Arbeit, die für unser kleines Team zeitweise schwer zu bewältigen war. Wir haben das alle neben der täglichen Arbeit gemacht und manchmal lief alles nicht so reibungslos, wie wir es uns gewünscht hätten. Dabei haben wir jeden Tag eine Menge dazugelernt und sind unglaublich stolz darauf, dass ihr die Stadt zumindest für eine kurze Zeit viel interessanter gemacht habt.

Das Projekt Du bist am Zug hat im April-Mai 2022 Menschen eingeladen, Bilder und Texte ihrer Wahl einzuschicken, um sie anschließend auf Plakatwänden in Berlin zu präsentieren, welche Wall GmbH uns netterweise fürs Projekt zur Verfügung gestellt hat. Wir haben spannende, vielfältige, berührende und bunte Beiträge bekommen, und möchten uns an dieser Stelle bei allen Teilnehmern ganz herzlich bedanken! Wir freuen uns, dass wir trotz Covid und zahlreicher anderer unerwarteter Probleme Du bist am Zug zum Ziel bringen konnten. Ab dem 26. Juli 2022 werden die 1500 City Light Plakate mit Beiträgen von der Wall GmbH in Berlin sukzessive bis Ende August 2022 im gesamten Stadtgebiet verteilt in den Aushang gebracht. In dieser Zeit wird die Stadt mit den Stimmen der Menschen sprechen, was unser Traum war – darauf freuen wir uns sehr! Die genauen Standorte kennen wir jedoch nicht, und brauchen deshalb Eure Hilfe bei dieser Ostereiersuche 😉 Wenn Ihr ein Plakat von Du bist am Zug in der Stadt entdeckt, teilt es bitte auf Social Media mit dem Standort und dem Hashtag #dubistamzug. So helft Ihr den Verfasser*innen, Ihre Poster zu finden! Du bist am Zug ist ein Forschungsprojekt. Sein Ziel ist es, zu entdecken, was passiert, wenn Menschen die Möglichkeit haben, die Stadt mit eigenen Äußerungen mitzugestalten. Wie sinnvoll das ist, ob weitere Projekte dieser Art erwünscht sind, was verbessert werden kann und was gut gelaufen ist – wenn Ihr Gedanken dazu mit uns teilen möchtet, schreibt uns gerne über das Kontaktformular. Wir freuen uns auf jedes Feedback, jede Idee, jeden Gedanken oder Wunsch – von Teilnehmern sowie von Nichtteilnehmern 🙂 Die Beiträge sind in der Galerie zu sehen, und wir teilen die ersten Ergebnisse unserer Forschung gerne mit Euch: An Du bist am Zug haben Menschen aus unterschiedlichen Altersgruppen – von 1 bis über 70 – und aus verschiedenster Herkunft teilgenommen. Wir haben Beiträge in 11 Sprachen: Deutsch, Englisch, Russisch, Französisch, Ukrainisch, Chinesisch, Vietnamesisch, Georgisch, mittelalterliches Persisch, Kurdisch, und Hebräisch. Die Beiträge zeigen eine große Bandbreite an Themen, die wir jetzt in Kategorien einordnen. Ein zentrales Thema war Berlin. Wir haben Fotos von verschiedenen Orten in der Stadt bekommen, Texte dazu, warum man Berlin liebt, wie viel diese Stadt ermöglicht, dass sie in keine Schublade passt, dass sie verbindet und sich zu Hause fühlen lässt. Viele Teilnehmer haben – mit Bildern und Worten – von Liebe und Freundschaft in Berlin erzählt. Andere haben Wünsche für Berlin geäußert – mehr Verständnis und Toleranz, weniger Autos und Müll. Viele Beiträge zeigen die Kreativität der Teilnehmer – darunter sind Gemälde, Zeichnungen, Skulpturen, Collagen, Installationen, Digitalwerke, aufgenähte Bilder, Kostüme, eigene Gedichte sowie Fotos von Teilnehmern beim Tanzen, Schau- und Musikspielen sowie anderen Aufführungen. Zahlreiche Teilnehmer haben sich mit politischen Themen auseinandergesetzt: einige äußerten sich gegen Tierausbeutung, Mobbing, sowie Diskriminierung von Frauen, Behinderten, Queeren und Übergewichtigen. Andere sprachen für Frieden, Klima- und Naturschutz, gesellschaftlichen Zusammenhalt, niedrige Mieten, Fahrräder statt Autos, mehr reales statt virtuelles Leben und mehr legale Wände für Graffiti. Eine präsente Gruppe waren dabei Geflüchtete aus der Ukraine – ihre Beiträge setzen sich mit dem Thema Krieg und Flucht auseinander. Eine andere Gruppe waren Menschen, die von der ME/CSF Erkrankung betroffen sind. Sie haben das Bedürfnis nach Anerkennung, Behandlung und mehr Forschung geäußert. Viele Teilnehmer haben Fotos von Natur und Tieren eingesendet – Felder, Wälder, Berge, Wüste, Meeren und Seen, Sonnenuntergänge und -aufgänge, ein Eichhörnchen, ein Waschbär, eine Wespe, eine Heuschrecke, Medusen, viele Vögel und Bäume. Andere haben Fotos von urbaner Architektur und Skulpturen geschickt, oft mit besonderer Beleuchtung oder aus einem besonders interessanten Winkel. Zahlreiche Beiträge erlauben einen Blick in die eigene persönliche Welt: manche Teilnehmer haben Fotos von sich selbst, von ihren Familien, Freunden und Haustieren zugeschickt. Andere haben persönliche Geschichten erzählt, sowie Zeichnungen und andere Werke ihrer Kinder geteilt. Einige Teilnehmer haben Botschaften an eine bestimmte Person geschickt, um ihre Liebe, Unterstützung, Dankbarkeit oder Andenken auszudrücken oder um Grüße auszurichten. Unter diesen Botschaften gab es bemerkenswerterweise zwei Heiratsanträge. Andere Teilnehmer möchten eine Botschaft an alle senden. Die Ratschläge reichen von „Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt“ und bis „Legen Sie Gurken ein“. Man wird unter Anderem beraten, sich Zeit zu nehmen, mutig zu sein, Zauber im eigenen Leben zu schaffen, Geduld zu haben, solidarisch zu sein, kleine Träume zu erfüllen und Grautöne zu ertragen. Manche Teilnehmer haben uns Zitate geschickt. Diese sind von Mahatma Gandhi, Erich Kästner, Douglas Adams, Willy Brandt, Jean-Jacque Rousseau, Frank Goosen und Antoine de Saint-Exupéry.

Wir danken unseren Partnern!

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